
Motettenkonzert: „Hear my prayer“
Schon die Psalmen der Bibel verbinden Gebete und Musik – in der hebräischen Bibel wird sogar vom „Buch der Loblieder“ gesprochen. Sowohl die Psalmen, als auch viele andere Gebete sind im Lauf der Jahrhunderte von Komponisten vertont werden. Solchen „gesungenen Gebeten“ in ihrer sich im Zeitkontext wandelnden Form widmet sich der Paul-Gerhardt-Chor in seinem Sommerkonzert.
Mit Werken von Henry Purcell („Hear my prayer“) und Heinrich Schütz („Herr, wenn ich nur dich habe“) stehen am Anfang Kompositionen aus dem 17. Jahrhundert. Das Programm führt über eine Orgelsonate und den Gebetsruf „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy aus dem 19. Jahrhundert (Orgel: Roderich Kreile) weiter zu verschiedenen Werken aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Dazu gehören ein Vaterunser („Pater Noster“) von Igor Strawinsky, „Prayers of Kierkegaard“ von Knut Nystedt und „The Deer’s cry“ von Arvo Pärt aus dem Jahr 2007, das auf einem Gebet des Heiligen Patrick von Irland basiert. „Wir wollen in diesem Konzert Gebete aus unterschiedlichen Zeiten und ihre Inhalte musikalisch „erlebbar“ machen“, sagt dazu Ilse Krüger-Kreile, die Leiterin des Paul-Gerhardt-Chors.
Der Eintritt zum Sommerkonzert ist frei, Spenden für die Chorarbeit sind herzlich erbeten.
Hans-Joachim Vieweger
