Kirchenbau

Der Kirchenbau von 1953 – 1956

21.09.1953: Architekturwettbewerb zum Bau der heutigen Paul-Gerhardt-Kirche, gewonnen von Architekt Prof. Johannes Ludwig
14.11.1954: Beginn des Baus mit dem erster Spatenstich
19.05.1955: Grundsteinlegung mit Architekt Prof. Johannes Ludwig, Oberkirchenrat Arnold Schabert und Pfarrer Friedrich Hofmann
16.09.1956: Festzug von der alten zur neuen Kirche zur Einweihung durch Oberkirchenrat Arnold Schabert

weitere Bauabschnitte und Erweiterungen

1964: Fertigstellung des Bauabschnitts für das Pfarrhaus 1 (Mathunistr. 27)
1967: Fertigstellung des Bauabschnitts für das Pfarrhaus 2 (Mathunistr. 23)
1969: Fertigstellung des Gemeinde- und Jugendhauses (Valpichlerstr. 82a) und Einweihung durch Prodekan Spiegel-Schmidt (14.09.1969)
1998: Erweiterung des Jugendhauses (heutiger Grüner Salon, Seminarraum, Jugendküche)
1999: Einweihung des Gemeindestützpunktes in der Justinus-Kerner-Str. 3
2007: Anbau des Aufzugsturms, um die Kirche und den Gemeindesaal per Aufzug behindertengerecht zu erreichen.

Seit 2001 eingetragenes Baudenkmal

beteiligte Künstler:

Prof. Robert Louis Lippl (Altar- und Kanzelrelief, Triumphkreuz)
Peter Hartl (Relief der Kirchentür)
Herbert Altmann (Altarkreuz)
Hermann Kasper / Johannes Ludwig (Osterleuchter)

Bedeutung:

Die Paul-Gerhardt-Kirche ist ein herausragender Sakralbau der 50er Jahre in München. Erstmals wurde bei einem evangelischen Kirchenbau sichtbares Ziegelmauerwerk nicht nur Außen, sondern auch Innen als Element der Raumgestaltung eingesetzt. Darin unterscheidet sie sich vom Sakralbau jener Zeit und wurde zu einem Vorläufer für spätere Münchner Kirchen beider Konfessionen. Ihr Architekt Johannes Ludwig verarbeitete im Entwurf der Kirche Vorbilder aus der schwedischen Architektur, die er durch sein persönliches Verhältnis zu diesem Land aus eigener Anschauung kannte.