Amos vergleicht Gerechtigkeit mit einem gewaltigen Wasserstrom. Im Nahen Osten waren ausgetrocknete Flussbetten ein großes Problem und brachten Dürre. Ein Fluss, der jedoch nie versiegt, bringt unaufhörlich Leben, Erfrischung und Überfluss in die Region.
Die Botschaft des Amos ist: Gerechtigkeit soll im Überfluss fließen und jeden Flecken der Gesellschaft erreichen. Glaube und Handeln gehören zusammen. Wer seinen Glauben ernst nimmt, setzt sich automatisch für Schwache ein und sorgt für eine faire Gesellschaft.
Amos hat aus dieser Gerechtigkeit Gottes gelebt. Sie war seine Quelle. Er war gewiss, dass diese Gerechtigkeit sich durchsetzen wird. So lange will er nicht aufgeben. Tief in seinem Herzen war diese Überzeugung verankert.
Wir brauchen solche Menschen, die aus der Gerechtigkeit Gottes leben; sie ist es, die uns hilft zu Freiheit, zum Miteinander und zum Frieden. Kennen Sie solch einen Menschen?
Ihre/ Eure Pfarrerin
Lidia Rabenstein
