MARIA – Mariendarstellungen und ihre Bedeutung

Maria und Bayern – das gehört untrennbar zusammen. In der Landeshauptstadt steht Maria vergoldet in der Stadtmitte und ist der Ausgangspunkt für alle Entfernungsangaben von München. Mit Strahlenkranz und auf einer Mondsichel stehend, wird sie seit 1916 offiziell vom Papst als Patrona Bavariae anerkannt. Auch auf der Mariensäule in Pasing ist sie als Schutzpatronin Bayerns zu sehen. (Beitragsbild)

Schutzmantelmadonna, Maria Schutz, Pasing

Die Mondsichel und der Strahlenkranz, bringt sie mit der geheimnisvollen Frau aus Offenbarung 12 in Verbindung, die durch die Geburt ihres Sohnes den glühenden Zorn des Drachen auf sich zieht.
Tritt man in die Maria Schutz-Kirche in Pasing ein, fällt der Blick auf eine Maria, die unter einem großen blauen Mantel die Bischöfe des Bistums München-Freising versammelt. Dieses Motiv des Schutzmantels finden wir weit verbreitet, weil sich viele Menschen mütterlichen Schutz und Trost wünschen (Jesaja 66,13).

Manche Theologen wollten Maria nicht als die Gottesgebärerin bezeichnen, um sie nicht in die Nähe antiker Muttergottheiten, z.B. der Isis, zu rücken. Dennoch wurde dieser Ehrentitel im Konzil von Ephesus 431 n. Chr. festgelegt. Daraufhin entstanden viele Marienikonen, die den Gläubigen einen Blick in den Himmel ermöglichen. Ausdruck dieser Verehrung sind die vielfältigen Darstellungen der Maria mit dem Jesuskind auf dem Schoß, mit Jesus auf dem Arm und auch beim Stillen.

Manchmal löst sich die künstlerische Gestaltung auch von der engen Mutter-Kind-Verbindung. Maria hat dann betend die Hände erhoben und trägt ihren Sohn wie ein großes Medaillon auf der Brust. Hier wird deutlich, dass Maria lernen musste, in ihrem Sohn den Messias zu erkennen. Eine berührende Version dieser besonderen Mutter-Sohn-Beziehung wird in der sogenannten Pieta sichtbar. Hier hält Maria trauernd ihren toten Sohn in den Armen.

Heinrich Eber

Artikel aus dem Gemeindebrief Winter 2025, dort finden Sie auch weitere Artikel zu dem Thema.