SO KLINGT PAUL-GERHARDT – Lobpreismusik – eine moderne Ausdrucksform für Lob und Dank an Gott

HALLELUJA!

Diesen Ausdruck kennt man – aus der Kirche, aus Händels Oratorium oder von Leonard Cohen. Manchmal ertönt ein dankbares HALLELUJA!, wenn etwas sehr Gutes passiert ist.

Damit ruft man eigentlich »Lobet Gott / Gelobt sei Gott«. Dieser Aufforderung kann man unterschiedlich nachkommen. Ein kleines Dankgebet, vorgegeben oder frei gesprochen. Auch Kunst oder Musik können dem Lob bzw. Dank Ausdruck verleihen. Wenn wir über atemberaubende Kulissen in der Landschaft staunen, die auf Bildern festgehalten werden, ist das wie ein Anerkennen der Schöpfung Gottes. Genauso loben einige Lieder aus unserem Kulturgut Gott, so auch das Kinderlied »Weißt du wie viel Sternlein stehen«. Im klassischen Gottesdienst ertönen die vielen Gesangbuchlieder, die schon seit Generationen gemeinsam gesungen werden.

Dann gibt es noch eine weitere Ausdrucksweise: Lobpreismusik. Mit modernen Liedern werden Aussagen über Gott, Bibelverse oder bekannte Psalmen neu vertont. Diese Lieder werden von verschiedenen Bands im Gottesdienst gespielt und stehen somit neben Orgel, Chor und Kammermusik als musikalische Gestaltungsmöglichkeit zur Verfügung.

Auch wenn es für manch einen ungewohnt ist, wenn in der Kirche ein Schlagzeug aufgebaut wird, schätzen andere gerade diese Kombination aus christlicher Botschaft und eingänglichen, »fetzigen« Liedern. Die christliche Botschaft wird so in unserer Alltagssprache verständlich gesungen. Dies erfreut sich weltweiter Beliebtheit, nicht nur bei Jugendlichen, die sich oft mit der sperrigen Kirchensprache schwer tun.

In Paul-Gerhardt ist – Gott sei Dank! – Platz für alle musikalischen Ausdrucksformen, in manchen Gottesdiensten
wechseln sich z.B. Orgel und Lobpreisband ab. So kann sich jeder in seinem bevorzugtem Lob-Stil wiederfinden
und es ertönt ein gemeinsames HALLELUJA!

Dorothea Marchese